Salon BRASILIEN

Die Reihe Salon BRASILIEN nimmt in ihrem Titel Bezug sowohl auf die Leuchtschriftinstallation BRASILIEN, die Begleitbüro SOUP 2021 auf der kleinen Schalterhalle am Hauptbahnhof Stuttgart für ein halbes Jahr installiert hatte, als auch auf eine Attrappe Stuttgarts im 2. Weltkrieg bei Lauffen am Neckar, die in Form eines Nachtbildes der Innenstadt unter der Tarnbezeichnung BRASILIEN vom Luftgaukommando 7 als Scheinanlage betrieben wurde.

Die Aktivitäten von SOUP kreisen um Fragen des Attrappen-Charakters von Architektur, um das Phänomen der Scheinarchitekturen, um die Abgründe obsessiver Weltmodelle sowie um die Gestaltung von neuen Diskurs-Formaten. Seit 2018 bildet das große Stuttgart-Modell von Wolfgang Frey einen Ausgangspunkt der künstlerischen Aktivitäten von Begleitbüro SOUP und es wurden Künstler*innen unterschiedlicher Sparten eingeladen, dem Bedeutungsüberschuss dieser grandiosen Parallelwelt vor Ort nachzugehen und künstlerisch zu reflektieren.

Mit Salon BRASILIEN greift Begleitbüro SOUP in zehn Veranstaltungen diesen Ansatz erneut auf und stellt künstlerische Positionen vor, die sich ebenfalls eines erweiterten Modellbegriffs bedienen. So kommt ein immer neuer Gästekreis zusammen, um inspirierende Denk- und Arbeitsmodell im Gespräch zu reflektieren und kontrovers zu diskutieren.


Salon BRASILIEN / Nr. 1

Zum Salon BRASILIEN / Nr. 1 war die Konzeptkünstlerin Martina Geiger-Gerlach eingeladen, ihr Fotoprojekt „Das Parlament träumt – ein poetisches Bild des Europa Parlaments“ vorzustellen. Die Fotomontage, in Form eines 8-teiligen ca.18 m langen Panoramas, zeigt ein romantisches Wunschbild als Handlungsmodell. Aus 782, während der Plenarsitzungen aufgenommenen Einzelportraits rekonstruierte die Künstlerin eine exemplarische Plenarsitzung in Strasbourg. Alle Teilnehmenden haben die Augen geschlossen und richten den Blick nach innen. In schwierigen Zeiten lädt sie Parlamentarierinnen und Bürgerinnen dazu ein, den vielbeschworenen „Traum von Europa“ neu zu diskutieren.


Salon BRASILIEN wird gefördert durch das Impulsprogramm „Kultur trotz Corona“ des Landes Baden-Württemberg

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