„Ikonen des ruhenden Verkehrs“ – IBM Areal

Seit 2021 setzt sich SOUP künstlerisch-forschend mit dem ehemaligen IBM-Areal in Stuttgart-Vaihingen auseinander – einem bedeutenden Ort der Nachkriegsmoderne, geprägt durch die Pavillonbauten von Egon Eiermann und die umgebenden großmaßstäblichen Parkdecks. Während diese Infrastrukturen bislang vielfach als überholt gelten, verstehen wir sie als gestalterische Ressourcen mit bislang ungenutztem Potenzial.

Im Rahmen der IBA’27 soll nun eine Bedarfsplanung nach DIN 18205 bewusst zweckentfremdet und als offener, spekulativer Denkraum angelegt werden.

Im Zentrum steht die Infragestellung des bislang angenommenen Abrisses der Parkdecks. Stattdessen werden diese als „Ikonen des ruhenden Verkehrs“ und als Ausgangspunkt für innovative, nachhaltige Transformationsansätze verstanden. Gleichzeitig gilt es, neue Nutzungsperspektiven für die denkmalgeschützten Pavillonbauten und deren „Goldener Energie“ zu entwickeln.

Gesucht werden experimentelle Beiträge aus Architektur, Stadtplanung, Kunst und Theorie, die neue Perspektiven auf den Bestand eröffnen und zukünftige urbane und soziale Szenarien mitdenken. Wir suchen keine fertigen Lösungen, sondern Haltungen, Irritationen, Verschiebungen.

Die Ergebnisse aller Zusammenkünfte fließen in die Auslobung eines Wettbewerbs ein und werden im Kontext der IBA’27 öffentlich präsentiert.

Der erste Workshop fand am 15.5.2026 vor Ort auf dem ehemaligen IBM-Areal statt.

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