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Hirschgang – Eine Rückführung

Rauminstallation Württembergischer Kunstverein Stuttgart 2015. In Kooperation mit Matthias Beckmann und Fritz Moser Die Tatsache, dass der Landtag von Baden Württemberg wegen Sanierungsarbeiten 2015 im Stuttgarter Kunstgebäude -einem Geschenk von König Wilhelm II. an die Stadt und ihre Künstler- untergebracht war, bot die einzigartige Chance, das parlamentarische Geschehen einmal unter dem Aspekt seiner  Ausstellungsqualitäten zu betrachten. Repräsentative Demokratie bedeutet nicht nur, dass gewählte Volksvertreter das Volk, sondern auch dass Bilder die Realität vertreten können. Schon der Anblick eines leeren Plenarsaals […]

Bahnsteigwanderungen

Das Begleitbüro SOUP führt seit Juni 2010 öffentliche Bahnsteigwanderungen am Stuttgarter Hauptbahnhof und in der dortigen näheren Umgebung durch. Ausgangspunkt war zunächst das Faktum, dass das gesamte Bahnsteigareal als Ort von Abschieden und Ankünften im Zuge des Bahnhofsumbaus verschwinden wird – Grund genug, diesen Ort in Form letzter, eingehenderer Betrachtungen und Begehungen angesichts der bevorstehenden Veränderungen zu würdigen. Die beiden ersten Bahnsteigwanderungen führten über alle 9 ursprünglich vorhandenen Bahnsteige, wo jeweils 1-2 Performance-Orte eingerichtet waren.    

Die Scheinanlage „Brasilien“

Zwischen 1940 und Anfang 1943 wurde unter der Tarnbezeichnung „Brasilien“ nordwestlich von Lauffen am Neckar von der deutschen Luftwaffe eine so genannte „Scheinanlage“ betrieben, deren einziger Zweck es war, für Stuttgart gehalten und entsprechend nachhaltig bombardiert zu werden. Zentrales Objekt der Anlage war eine aus Holz gefertigte Attrappe des Stuttgarter Hauptbahnhofs. Zahlreiche nach oben abgeblendete elektrische Lampen im Umfeld täuschten eine beleuchtete Gleisanlage vor. Die umliegenden Straßen waren durch Strohmatten markiert und künstliche Lichtblitze sollten den Eindruck fahrender Straßenbahnen hervorrufen. […]

Unser Pavillon

Im März 2011, als die öffentlichen Auseinandersetzungen um das Großprojekt Stuttgart 21 noch in vollem Gange waren, installierte das Begleitbüro SOUP im unteren Schloßgarten einen Informations- und Veranstaltungspavillon in Form einer temporären Architektur als skulpturale Erweiterung einer dort bereits vorhandenen, abstrakten Stahlskulptur. Der spontan und selbstorganisiert sich entwickelnde Kulturbetrieb des Pavillions war ein Versuch, sich von künstlerischer Seite in den zunehmend dramatischer sich zuspitzenden politischen Konflikt in der Stadt einzuschalten und einen unabhängigen, öffentlichen Kultur- und Veranstaltungsort an zentraler Stelle zu […]

Dreilampenplatz

Dieser wundersame Ort auf dem Gelände des ehemaligen Stuttgarter Güterbahnhofs gehörte zu den Grundstücken, auf denen die neuen Stadtteile im Zuge des Großprojektes ‚Stuttgart 21‘ entstehen. Er bestand im Wesentlichen aus einem verwilderten Wiesenstück, das von drei sich einander zuneigenden Straßenlampen begrenzt und von einem etwas abseits stehenden roten Hydranten sekundiert wurde. Die Art und Weise, wie dieser Platz sich selbstlos gegen seine unmittelbare Umgebung verteidigte – nämlich einfach so, aus sich heraus, ohne mit seiner Leuchtkraft noch prahlen zu […]