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Bahnsteigwanderungen

Bahnsteigwanderungen Das Begleitbüro SOUP führt seit Juni 2010 öffentliche Bahnsteigwanderungen am Stuttgarter Hauptbahnhof und in der dortigen näheren Umgebung durch. Ausgangspunkt war zunächst das Faktum, dass das gesamte Bahnsteigareal als Ort von Abschieden und Ankünften im Zuge des Bahnhofsumbaus verschwinden wird – Grund genug, diesen Ort in Form letzter, eingehenderer Betrachtungen und Begehungen angesichts der bevorstehenden Veränderungen zu würdigen. Die beiden ersten Bahnsteigwanderungen führten über alle 9 ursprünglich vorhandenen Bahnsteige, wo jeweils 1-2 Performance-Orte eingerichtet waren. Die erste Bahnsteigwanderung am 26.06.2010 im Rahmen des Mediaspace, Stuttgarter Filmwinter. Die zweite Bahnsteigwanderung, 28.10.2010

Die Scheinanlage „Brasilien“

Zwischen 1940 und Anfang 1943 wurde unter der Tarnbezeichnung „Brasilien“ nordwestlich von Lauffen am Neckar von der deutschen Luftwaffe eine so genannte „Scheinanlage“ betrieben, deren einziger Zweck es war, für Stuttgart gehalten und entsprechend nachhaltig bombardiert zu werden. Zentrales Objekt der Anlage war eine aus Holz gefertigte Attrappe des Stuttgarter Hauptbahnhofs. Zahlreiche nach oben abgeblendete elektrische Lampen im Umfeld täuschten eine beleuchtete Gleisanlage vor. Die umliegenden Straßen waren durch Strohmatten markiert und künstliche Lichtblitze sollten den Eindruck fahrender Straßenbahnen hervorrufen. Eine massive Flugabwehr samt Scheinwerferbatterien bildete den realistischen Höhepunkt des Szenarios. – Da bislang keine originalen Dokumente dieser Scheinanlage aufgefunden werden konnten, kommt beim Versuch einer Rekonstruktion der Erinnerung eine zentrale Bedeutung zu. 2011: Ausstellung „Scheinanlage Brasilien. Bomber über Lauffen“ im Museum im Klosterhof Lauffen am Neckar  Das Projekt „Scheinanlage Brasilien“ sollte unter Einbezug der Lauffener Bevölkerung und in Zusammenarbeit mit örtlichen Institutionen eine Aufarbeitung dieses im kollektiven Gedächtnis der […]

Hirschgang – Eine Rückführung

Rauminstallation Württembergischer Kunstverein Stuttgart 2015. In Kooperation mit Matthias Beckmann und Fritz Moser Die Tatsache, dass der Landtag von Baden Württemberg wegen Sanierungsarbeiten 2015 im Stuttgarter Kunstgebäude -einem Geschenk von König Wilhelm II. an die Stadt und ihre Künstler- untergebracht war, bot die einzigartige Chance, das parlamentarische Geschehen einmal unter dem Aspekt seiner  Ausstellungsqualitäten zu betrachten. Repräsentative Demokratie bedeutet nicht nur, dass gewählte Volksvertreter das Volk, sondern auch dass Bilder die Realität vertreten können. Schon der Anblick eines leeren Plenarsaals kann zur Offenbarung werden, wenn dieser von vorurteilslosen Augen getroffen wird. Die leicht ansteigenden, konzentrisch angeordneten, nach dem politischen Spektrum aufgefächerten Sitzreihen schaffen das Bild einer trichterförmigen Eintracht, die bisweilen von einem Wortstrudel erfasst wird, der genau unterhalb der Rednertribüne seinen Abflusspunkt hat. Gerade politisch möblierte Szenerien werfen eine Reihe von Geschmacksfragen auf, deren genauere Auflösung wohl nur einem Außenstehenden gelingen kann. Was bedeutet es für die Politik, wenn sie […]

Unser Pavillion

Im März 2011, als die öffentlichen Auseinandersetzungen um das Großprojekt Stuttgart 21 noch in vollem Gange waren, installierte das Begleitbüro SOUP im unteren Schloßgarten einen Informations- und Veranstaltungspavillon in Form einer temporären Architektur als skulpturale Erweiterung einer dort bereits vorhandenen, abstrakten Stahlskulptur. Der spontan und selbstorganisiert sich entwickelnde Kulturbetrieb des Pavillions war ein Versuch, sich von künstlerischer Seite in den zunehmend dramatischer sich zuspitzenden politischen Konflikt in der Stadt einzuschalten und einen unabhängigen, öffentlichen Kultur- und Veranstaltungsort an zentraler Stelle zu schaffen. Der Betrieb konnte bis Februar 2012 aufrecht erhalten werden. Der Bau aus weiss gestrichenem Sperrholz ruhte auf Lenkrollen und nahm mit seiner markanten Rippenstruktur ein zentrales Gestaltungselement der Stahlskulptur ‚Schichtung 107‘ auf, an die die temporäre Architektur als „gleichberechtigter Partner“ angeschlossen wurde. Die Formel „Skulptur im öffentlichen Raum“ erfuhr eine intensive Aktualisierung. Die schwarze Stahlskulptur „Schichtung 107 / Stuttgarter Tor“ von Thomas Lenk wurde 1977 zur Landesgartenschau im unteren […]

Dreilampenplatz

Dieser wundersame Ort auf dem Gelände des ehemaligen Stuttgarter Güterbahnhofs gehörte zu den Grundstücken, auf denen die neuen Stadtteile im Zuge des Großprojektes ‚Stuttgart 21‘ entstehen. Er bestand im Wesentlichen aus einem verwilderten Wiesenstück, das von drei sich einander zuneigenden Straßenlampen begrenzt und von einem etwas abseits stehenden roten Hydranten sekundiert wurde. Die Art und Weise, wie dieser Platz sich selbstlos gegen seine unmittelbare Umgebung verteidigte – nämlich einfach so, aus sich heraus, ohne mit seiner Leuchtkraft noch prahlen zu können – schien uns ein Modell zu sein für zukünftige Aktivitäten.         Das Begleitbüro SOUP hatte im Juni 2009 auf dem Platz zunächst eine Gründungsveranstaltung in Verbindung mit verschiedenen Aktionen und Performances abgehalten. Im September waren mehrere Fuhren Erdaushub unbekannter Herkunft auf dem Platz abgeladen worden. Das Bild ist während der zweiten und letzten Manifestation des Begleitbüros auf dem Gelände im Oktober 2009 aufgenommen worden. (Foto: Hannelore Kober)   […]

Deeper and deeper

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